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Der Urlaub und seine zwei Seiten

Ob Sie erst fahren oder schon zurückkommen, aus dem Urlaub lässt sich auch hinterher noch lernen. Von deutschen Pauschaltouristen kommen angeblich doppelt so viele unzufrieden aus dem Urlaub zurück wie mit der Reise einverstanden waren, insgesamt über die Hälfte sind - gleich danach befragt - enttäuscht von ihren Ferien. US-Touristen kehren angeblich sogar zu 11 Prozent mit richtiggehenden Depressionen nach Hause zurück. Interessanter Weise sind von den direkt nach Ende der Reise überwiegend enttäuschten vier Wochen später nur noch 15 Prozent übrig. Der große Rest hat sich dem Glücksdiktat gefügt, das Negative gestrichen und das wenige Schöne weitererzählt. Der Urlaub hat einfach schön zu sein, schließlich war er ja auch teuer. Wer etwas so Frustrierendes so teuer bezahlt, müsste ja ein Trottel sein. Um dieser Konsequenz zu entgehen, wirken die Wochen nach der Rückkehr offenbar ziemlich verklärend.
Was ist los mit dem Urlaub?
            Medizinisch schaut das ganze eher noch schlechter aus. Bei den normalen Urlaubsszenarien, die im Stau beginnen und an den beliebten Sonnenküsten beim Sonnenbraten enden, sind die Ergebnisse deprimierend. Die meisten dieser Sonnenanbeter brauchen elf Monate, um sich von dieser Strapaze wieder so weit zu erholen, dass sie im kommenden Jahr demselben Wahnsinn gewachsen sind. Was sich medizinisch in Energieblockaden und Regulationsstörungen niederschlägt, ist den meisten Betroffenen jedoch nicht bewusst.
            Es scheint ziemlich schwer zu sein, zu einem verpfuschten Urlaub zu stehen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Lieber redet man für die anderen die Misere schön und glaubt dann offenbar mit der Zeit selbst daran. Wie sonst wäre es zu erklären, dass im nächsten Jahr derselbe Jammer von neuem seinen Lauf nimmt und Millionen Menschen wie die Lemminge an dieselben Küsten streben, wo sie in der Regel wenig Erbauliches und jedenfalls nichts Erholsames oder gar Gesundes erwartet.
            Die Gründe für die Urlaubsfrustration sind vielfältig. Fragt man die Betroffenen selbst, sind fast immer die anderen Schuld. Zum einen sind die einfach zu viele - jeder ist schließlich gegen den Massentourismus - und diese Erkenntnis ereilt früher oder später die meisten. Auch der sogenannte Individualtourist merkt im Autobahnstau dann doch recht schnell, dass er gerade einem Massenphänomen zum Opfer fällt. Die Welt könnte so schön sein, wenn es nicht so viele von uns gäbe, die alle mit sehr ähnlichem Programm unterwegs sind.
            In dem für viele verblüffenden Phänomen, dass wir so häufig genau das Gegenteil von dem ernten, was wir eigentlich wollen, zeigt sich ein Lehrstück in Sachen Polarität. Alle wollen gleichermaßen möglichst rasch ans Ziel kommen, und die gemeine Wirklichkeit therapiert sie, indem sie ihnen die Erfahrung des Gegenteils vermittelt. Alles zieht sich unendlich zäh hin, wenn es nicht phasenweise überhaupt stoppt. Wer aber die Kinder am letzten Schultag schon mit dem fertig gepackten Auto von der Schule abgeholt hat, ist natürlich genervt, wenn der solcherart herausgeschundene Blitzstart schon am nächsten Autobahnkreuz so massiv gestoppt wird.
            Nicht nur im Urlaub, sondern generell bekommen wir häufig das Gegenteil von dem, was wir wollen. Der große Urlaub, von der Werbung als schönste Jahreszeit gefeiert, wird so nicht selten zur scheußlichsten, ähnlich wie Weihnachten, das Fest der Liebe, mitten in der stillen Jahreszeit so häufig zu einem lärmigen Schlachtfest für das typische Weihnachtsgeflügel wird und nicht selten zu einem außerordentlichen Stress für die Geschenkekäufer und manchmal sogar zum offenen Krieg am eigentlich heiligen Abend.
            Psychologisch müssen wir davon ausgehen, dass uns unser Schatten einholt, unsere dunkle nicht bewusst anerkannte Wesensseite. Sie schlägt gerade dann zu, wenn wir sie weit weg in den Untergrund verbannen wollen und uns und unserer Umwelt nur unsere friedlichsten und harmonischsten Seiten zeigen wollen.
            Im Urlaub suchen wir uns bevorzugt herrliche, ja paradiesische Plätze aus. Zum Glück versprechen die Werbe-Prospekte auch unisono den Himmel auf Erden. Natürlich ist naiv, wer Werbung mit Information verwechselt, ist sie doch in der Moderne der Überflussgesellschaft eher zu der Kunst verkommen, Menschen Dinge nahezubringen, die diese gar nicht brauchen und dann oft eben auch nicht bekommen. Trotzdem glaubt ein nicht geringer Teil der Urlauber offenbar an lauterste Informationsabsichten der Werbebranche, denn ungefähr ein Viertel der Urlaubsheimkehrer ist wütend, dass die in Katalogen gemachten Versprechungen nicht eingehalten wurden. Damit sei nichts gegen Werbung gesagt, Menschen lieben es umworben zu werden, und Zeitschriften leben von Werbeeinnahmen. Allerdings sollten wir das Spiel als solches durchschauen. So wie jeder versucht, seine lichten Seiten hervorzukehren und die dunklen in den Schatten des Unbewussten abzuschieben, tut es natürlich auch die Tourismusindustrie. Mit Computerhilfe ist es heute leichter denn je, das Meerwasser aufzubläuen, den Sandstrand zu weißeln, die Palmen etwas nachzugrünen und das ganze Szenario solcherart in etwas hoffnungsvollere und leuchtendere Farben zu tauchen. So stellen wir uns selbst dar und so stellt jeder sich und seine Produkte vor. Das liegt voll im Trend, es wird nur problematisch, wenn man mit dieser Strategie glaubt, den Schatten beseitigen zu können. Er wird nur auf die Seite geschoben, um sich von dort immer gerade dann zu melden, wenn wir es am wenigsten erwarten, weil wir uns ganz auf seinen Gegenpol, die lichte Seite des Glücks und der Harmonie eingestellt haben. Schon das Wort Harmonie, das auf die griechische Göttin Harmonia zurückgeht, könnte uns helfen, das Missverständnis zu durchschauen, ist die Göttin des Ausgleichs doch ein Kind der Liebes -und Friedensgöttin Venus und des Kriegsgottes Mars.
            Wer dieses Spiel der sich bedingenden Gegensätze nicht durchschaut, wie die große Mehrheit der modernen von jeder Lebensphilosophie abgeschnittenen Menschen, wird Probleme mit der Polarität bekommen. Der sich dann noch anbietende Ausweg liegt in der Schuldverschiebung. Wenn die Dinge anders als geplant und erwartet laufen, wird die Verantwortung dafür auf andere projiziert. Eigene Täuschungen, die folgerichtig zu Enttäuschungen führen, werden dann als Charakterfehler anderer geortet. Wie das funktioniert, kann man auf drastische und peinliche Art und Weise in der heutigen Politik studieren.
            Ein Drittel der Urlauber fühlt sich vom Wetter betrogen, woran nur ein gemeines Schicksal, ein übles Pech oder Petrus als Stellvertreter Gottes selbst Schuld sein kann, 30 Prozent fanden die Unterkunft oder den Strand schlecht, wofür die Reiseveranstalter oder die Einheimischen und jedenfalls die anderen haftbar zu machen sind, ein Viertel litt an seinem eigenen Partner, woran ohne Zweifel dieser Schuld war, ein weiteres Viertel an Stress im allgemeinen. Hinter diesem modernen Lieblingsbegriff verbergen sich Phänomene wie Lärmbelästigungen, Hektik bei der Abfertigung und schlechte Hotelorganisation und jedenfalls wieder die anderen, die so ziemlich alles falsch machen können. Ein Fünftel der Urlauber hatte sein Problem mit dem Rest der Familie, und jeweils 12 Prozent wurde der Urlaub von der Reiseleitung oder der Reisegruppe vermiest. Lediglich 10 Prozent gaben an, dass sie das falsche Reiseziel gewählt hatten, was ja immerhin an einem selbst gelegen haben könnte, wenn man nicht schnell noch die irreführende Werbung anschuldigen will. Knappe 10 Prozent hatten sich gelangweilt, was wahrscheinlich am miserablen Animationsprogramm gelegen haben dürfte.
            Kein Wort davon von der bitteren Erkenntnis, dass man selbst hinter all dem steckt. Antworten, die Eigenverantwortung einschließen, bleiben Mangelware bei der Erhebung über die Urlaubszufriedenheit, die sich ganz rasch als Unzufriedenheit entpuppt. Dabei wäre es so leicht etwa nach dem Motto: Warum suche ich mir denn eine Gegend aus, von der man wissen kann, dass sie keinen blauen Himmel garantiert? Oder: Warum überlege ich mir nicht vorher, dass es im Süden unerträglich heiß werden kann? Warum jammere ich über eine fehlende Klimaanlage oder den dadurch entstandenen Aufpreis, wenn ich in den heimischen Wäldern jede Menge Frische gratis und mit Sicherheit haben könnte, sie aber bewusst nicht gewählt habe? Warum mache ich mir nicht klar, dass ich diesen Partner einmal selbst ausgesucht und mir diese Familie selbst zuzuschreiben habe? Und so weiter und so fort.......
            Solche Fragen sind natürlich unbequem, gerade weil sie Eigenverantwortung ins Spiel bringen und die beliebten Sündenböcke entlasten. Früher gab es den Spruch: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur ungeeignete Kleidung“ heute wendet man sich lieber bezüglich Schadensersatz an die Urlaubsversicherung. Guten Gewissens kann man deren Geld nur einstecken, wenn man sich auch wirklich mies gefühlt hat aufgrund des falschen Wetters. Ein gutes Gewissen aber verpflichtet in diesem Fall zu einem miesen Lebens- beziehungsweise Urlaubsgefühl.
            Hier stoßen wir nach dem Polaritätsgesetz auf das zweitwichtigste Gesetz der spirituellen Philosophie, das Resonanz- oder Affinitätsgesetz, das ersterem scheinbar entgegensteht. Einfach ausgedrückt, besagt es: Wenn ich Streit suche, werde ich ihn finden, wenn ich freundlich bin, werde ich erleben, dass Freundlichkeit ein Bumerang ist und zu mir zurückkommt. Ich werde also im Urlaub vorfinden, worauf ich mich innerlich (oft auch unbewusst) eingestellt habe. Allerdings sind die tiefen seelischen Ebenen hier viel wirksamer als die oberflächlichen Vorsätze des Intellekts. Diese funktionieren erfahrungsgemäß nicht oder nur sehr schlecht, wie uns das regelmäßige Scheitern der guten Vorsätze zu Neujahr zeigen kann. Um Vorsätze zum Funktionieren zu bringen, müsste man die Urprinzipien verstehen und die Vorsätze danach fassen.
Viel stärker wirken jene seelischen Ebenen, die uns meist gar nicht so bewusst sind. Ist meine Grundeinstellung eine freundliche, werde ich auf Freundlichkeit stoßen. Bin ich tief in mir für Abwechslung und Spannung offen, werde ich beides finden und auch genießen können. Die vom Intellekt gespeiste Pseudooffenheit dagegen, die einen Abenteuerurlaub buchen lässt und bei der ersten gefährlichen Panne vor Gericht zieht, wird vom Schicksal therapiert. Wir werden bei unseren Ansprüchen genommen und an ihnen gemessen und geprüft. Der oft unehrliche Abenteueranspruch kann durch gähnende Langeweile genauso therapiert werden, wie durch echte Gefahrensituationen.
            Andre Heller hat bereits vor Jahrzehnten singend festgestellt, dass die wahren Abenteuer im Kopf seien, und wenn nicht dort, dann nirgendwo. Vielleicht sollte man sie auch noch im Herzen und im Bauch, vor allem aber im Bewusstsein suchen, aber bestimmt nicht draußen im Rahmen von Touristikprogrammen. Vieles, was uns im Außen versprochen wird, lässt sich heute nur noch innen verwirklichen. Die beste Lösung wäre noch, innen und außen zu verbinden, wie es bei Pilgerreisen früher geschah und wie ich es bei unseren Reisen und Kreuzfahrten versuche.
Wer ganz Japan, eines der teuersten Länder der Welt, erschöpfend und preisgünstig erleben wird, dürfte erschöpft und genervt scheitern, wer aber die Juwelen unter seinen spirituellen und kulturellen Höhepunkten nicht nur sehen, sondern auch erleben will, hat dennoch Chancen. Aus ersteren Grünen hab ich schon zwei Japanreisen rechtzeitig wieder abgesagt und plane – aller guten Dinge sind drei – für nächstes Jahr die nächste mit einem seit vielen Jahren bewährten Reiseleiter und voller neuer Hoffnung. Wer schon so lange Zen übt, will natürlich auch einmal nach Kioto, und wenn es mehr als ein Kulturprogramm werden soll, muss man es äußerlich sehen und innerlich erleben.    
            Der scheinbare Widerspruch zwischen Polaritäts- und Resonanzgesetz klärt sich im Leben und im Urlaub schnell auf. Wir bekommen nur das, wozu wir wirklich Resonanz haben, also zum Beispiel auch Streit, wenn das unser beherrschendes inneres Thema ist, das wir dann natürlich - ob wir wollen oder nicht - auch mit auf Urlaub nehmen.
            Wenn wir aber oberflächlich etwas wünschen oder auch buchen, was unserer innerseelischen Gestimmtheit gar nicht entspricht, kommt das Polaritätsprinzip durch und bringt den Gegenpol ins Spiel des Lebens, der uns Dinge und Erfahrungen beschert, die wir bewusst überhaupt nicht haben wollten, die wir aber doch anziehen, weil sie unserer inneren Resonanz entsprechen. Wer sich über 50 Wochen im Jahr in einem Job plagt, der ihm weder Berufung noch Beruf ist und lediglich das Überleben und auch das mehr schlecht als recht sichert und darüber hinaus Frustration verschafft, der wird das in vier Urlaubswochen kaum kompensieren können. Gerade bei ihm ist aber das oberflächliche Bedürfnis nach einem Traumurlaub übermächtig, denn er freut sich ja 50 Wochen lang auf die vergleichsweise kurze Urlaubszeit. Wer dagegen seine Berufung zum Beruf gemacht hat und seine Arbeit genießt, braucht den Urlaub weniger dringend und schon gar nicht zur Kompensation für seine Alltagsfrustration. Für ihn ist eher der Weg das Ziel, und so ist er viel weniger urlaubsorientiert. Gerade dieser Mensch hat aber sehr gute Chancen, seine Ferien richtig zu genießen, da sie viel weniger mit hochgesteckten Erwartungen überfrachtet sind.
            Ähnlich kann es passieren, wenn vor allem moderne Väter versuchen, in zwei Urlaubswochen all das während des Jahres versäumte Zusammensein mit ihren Kindern und Ehepartnern aufzuholen. Die kurzen Ferien sind mit solchen Kompensationsprogrammen schnell überlastet und die Kleinen spüren das Übertriebene daran und flüchten in die vertrauten Arme der Mutter. Der Vater wird frustriert sein, weil seine Bemühungen nicht fruchten, die Mutter, weil sie nicht einmal im Urlaub etwas Ruhe bekommt und die Kinder werden diese Eltern richtig doof finden.
            Auch wer nur die Arbeit kennt und sie benutzt, um alle anderen Themen und Fragen des Lebens hintanzustellen, wird in der dann bedrohlichen Leere im Urlaub leicht auf Sinnfragen stoßen, die durchaus Angst machen und ihrerseits die Ferien in Richtung depressiver Verstimmung ruinieren können.
            Wenn die Partnerschaft in der Stressmühle des täglichen Überlebenskampfes zu kurz kommt und auf den Urlaub verschoben wird, ist dieser ebenfalls von Erwartungen überlastet und zum Scheitern verurteilt. So viel Zärtlichkeit, Verständnis und Liebe lassen sich in zwei Wochen Paradies gar nicht hineinpacken, dass sie für 50 Wochen Desillusionierung entschädigen könnten. Im Übrigen hatte auch das Paradies schon seine Schlange und wäre ohne sie recht langweilig gewesen.
            Ein einfaches Rezept zur Klimaverbesserung gegenüber der oder dem Partner(in) lautet, sich immer klar zu machen, dass einen nur ärgern kann, wozu man selbst Resonanz hat. Und das ist vielleicht das größte Problem am Urlaub, dass man immer sich selbst mitnehmen muss, während man sich die anderen wenigstens aussuchen kann. Die Vorstellung, man könnte den muffigen Typ, der sich mühsam in seinem Job abplagt oder die genervte Hausfrau, die man elf Monate im Jahr gibt, einfach zu Hause sitzen lassen und mit seinem lichten Wesensanteil allein auf Reisen gehen, führt natürlich zu Enttäuschungen. So weit diese dann wenigstens bewusst verarbeitet werden und zur Beendigung der zugrundeliegenden Täuschung führen, ist immerhin Lernen möglich und die Chancen für den nächsten Urlaub auf bewußterem Niveau steigen.
            Das Paradies ist draußen nur zu erleben, wenn es innerlich verwirklicht ist im Sinne des Christuswortes, dass das Himmelreich Gottes in uns liege. Der dunkle Schattenanteil der äußeren und unserer inneren Welt lässt sich niemals erfolgreich abtrennen und verbannen, sondern nur integrieren.
            All die Paradiesvorstellungen und -wünsche bezüglich des Urlaubs sind also ebenso verständlich, wie einseitig und werden so zu einem zentralen Grund für das häufige Scheitern der schönsten Jahreszeit. Der Himmel auf Erden ist vor allem einmal zu Anfang des Lebens möglich, in den ersten Monaten des intrauterinen Lebens. Hier liegt die Vorlage aller Schlaraffenlandphantasien, ist es doch die Zeit, wo dem Ungeborenen alles zufließt, was es braucht, ohne dass es das Geringste dafür tun muss. Lediglich Einheitserfahrungen beziehungsweise das was der Psychologe Abraham Maslow Gipfelerlebnisse (peak experiences) nennt, können im späteren Leben solche Erfahrungen von Ekstase wieder anklingen lassen. Später müssen wir immer etwas dafür tun beziehungsweise die Weichen entsprechend stellen. Das aber ist nur über innere Wege möglich, so wie auch die entsprechenden Glückserlebnisse immer innere sind. Im Außen gibt es dafür keine Chance, auch wenn das Meer noch so blau und das Hotel wirklich optimal wäre.
            Die Tatsache, dass so viele Menschen in ihrer freien Zeit zurück zum Wasser streben und der Sommerurlaub spielt sich seit jeher vor allem in Wasserlandschaften ab, zeigt, wie sehr wir uns unbewusst noch immer in diese frühe Lebenszeit zurücksehnen. Auch andere Urlaubsaktivitäten verraten den Wunsch nach Einheitserfahrungen, die sich eben wie der Himmel auf Erden anfühlen. Surfer hoffen, mit dem Wind in den Händen, abzuheben und ins Gleiten zu kommen, Skifahrer wollen im bodenlos tiefen Schnee schwereloses Glück erleben wie auch Taucher, wenn sie in die Tiefen des Meeres verschwinden und damit zumeist unbewusst zu ihren frühesten Glückserfahrungen zurückkehren wollen, Reiter suchen das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde.
            Würden wir uns dieses tief in uns verwurzelte Bedürfnis nach Glück und Ekstase bewusst machen, könnten wir unseren Urlaub viel mehr darauf abstimmen und so die Chancen erhöhen, die unbeschreibliche Leichtigkeit des Seins zu erleben. Würden wir fragen, was wir wirklich brauchen und in der Tiefe unseres Herzens suchen, wonach sich unsere Seele vor allem sehnt und was uns am meisten fehlt, kommen wir auf solche seelischen Erfahrungen. Diesen Wunschvorstellungen könnten wir uns vorher intensiver widmen, um unsere Chancen darauf im Urlaub zu verbessern.
            Wenn wir uns dann noch klar machen, dass nicht nur alles Herrliche, was wir an äußeren Landschaften und Luxusplätzen erleben, mit uns zu tun hat, sondern auch alles Negative, stünde einem wunder-vollen Urlaub nichts mehr im Wege. Denn auch aus den Krisen werden dann Chancen und aus den Problemen Wachstumsgelegenheiten. Wir haben die Wahl, ob wir draußen ein blaues Wunder erleben, wenn wir das Schicksal zwingen, uns mit seinen unübertroffenen Methoden auf den Boden unserer inneren Tatsachen zurückzuholen oder das vielfarbige Wunder in uns.
            In diesem Sinne ist es wohl zu verstehen, wenn immer mehr Menschen auf bewusste Ferien setzen mit einem Programm, dass sie von vornherein mit seelischen Themen konfrontiert. Sicher ist es angenehmer, bewusst auf diese Dinge zuzugehen in einem geschützten und sinnvoll ausgesuchten Rahmen, als sich davon überfallen zu lassen. Möglichkeiten gibt es unendlich viele, denn schließlich ist jeder Berg ein Symbol des Lebens und jede Reise ein Abbild der Lebensreise. Und da glückliche Zeiten seelischen Wachstums ein unschätzbarer Heilfaktor sind, wären Urlaub oder auch Seminarferien ein echter Beitrag zur Gesundheit.                       

Literatur zum Thema:
Ruediger Dahlke Die Leichtigkeit des Schwebens

Aus: DAHLKE-INFO vom 29. Juli 2008 
 

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