Anmerkungen zur aktuellen Situation (Februar 2009)

Nach Monaten wirtschaftlicher Horrormeldungen leben wir immer noch und könnten feststellen, der Mensch ist mehr als Wirtschaft. Der alte (christliche) Hut, dass wir nicht vom Brot allein leben, wird sehr deutlich und aktuell. Falls wir von der Hoffnung leben, kann es offenbar nicht die auf wirtschaftlichen Erfolg sein, denn die ist uns gerade ziemlich systematisch von den Medien ausgetrieben worden. Diese bauen an einem Feld des allgemeinen Niedergangs und Pessimismus. Wer Ahnung von Feldern hat, wird sich gut überlegen, ob er darauf einsteigt, denn das hat natürlich persönliche und allgemeine Konsequenzen. Wir könnten fragen, was will uns das alles sagen?

            Vielleicht ist jetzt genau die Zeit, die oben angedeutete Priorität zu begreifen und die (eigene) Welt neu zu deuten, obwohl natürlich auch die spirituelle Szene vom Jammer der Absagen und des Rückgangs widerhallt. An dieser Stelle möchte ich Ihnen herzlich danken, dass Sie uns das ersparen.

            Ist es ein Zufall, dass in solch deprimierenden Zeiten mit einer Wirtschaftsentwicklung angeblich noch schlimmer als 1929, doch viele Hoffnungsschimmer bleiben. Gut, die Welt hat genug von Mercedes und Co, aber haben die nicht auch lange viele Autos verkauft und ist es nicht wirklich irgendwann genug, vor allem wenn man die Entwicklung so verschläft und Chancen bewusst auslässt? Sind nicht Konsequenzen auch lehrreich im Sinne von (Lebens-)Krisen als Chance? Jetzt wäre die Zeit das umzusetzen. Statt nach dem Motto „immer mehr vom selben“ wie es die Politik macht, könnten wir selbstbewusst sagen: Jeder 7. Arbeitsplatz mag vom Auto abhängen, aber das muss sich eben ändern und jetzt ist die Zeit dafür. Wenn wir ehrlich sind, haben wir schon genug Autos und wenn wir einmal neue bräuchten, dann sicher ganz andere.

            1929 führten wahrscheinlich in erster Linie entsprechende Wirtschaftsdaten nicht nur die Wirtschaft, sondern auch Millionen Menschen in die Depression. Müssen wir das jetzt wiederholen? Könnten wir darin nicht das Polaritäts-Gesetz erkennen, das dieses Auf und Ab voraussagt und seine Notwendigkeit erklärt.

            Immerhin ist der jetzige Niedergang auffällig mit dem Beginn einer neuen Ära in den USA verbunden. Vielleicht werden dort die Auswirkungen ganz andere sein, vielleicht könnten wir uns mitreißen lassen von Obama und dem Optimismus in seinem Slogan „Yes we can“ – im Sinne bewusster Ansteckung an hoffnungsvollen Entwicklungen wie er sie in seinem gerade geschulterten Wirtschaftsprogramm anstößt. Damit soll eben nicht alles wieder werden wie vorher, sondern er träumt zumindest von einer Wirtschaft mit neuen Schwerpunkten und einem grundsätzlich erneuerten Land.

            Wir können es natürlich schaffen - und besonders, wenn wir die Schwerpunkte verschieben und uns wieder um Wesentliches kümmern und ehrlich zur Sache und zu uns kommen. Meines Wissens hat nie ein US-Präsident so deutliche undiplomatisch ehrliche Worte gefunden im Hinblick auf Banker seines Landes, die sein unsäglicher Vorgänger gerade noch in dem üblich gewordenen Milliardenspiel – bedingungslos! - mit eben diesen vollgestopft hatte. Obama sagte, als er erfuhr, dass sie sich einen erheblichen Teil der Milliarden gleich wieder als Belohnung für ihre Misswirtschaft in die eigenen Taschen gesteckt hatten: „Shame on you“. Wenn er weiter Ross und Reiter beim Namen nennt und die sich selbst ent- und belohnenden Banker und Banditen öffentlich brandmarkt, könnten – unter dem Eindruck von Schimpf und Schande - vielleicht selbst Gewohnheitstäter wieder umkehren und sich zu sozial verträglichen Mitgliedern einer sich umbesinnenden Gesellschaft wandeln.

            Einige der (Un-)Verantwortlichen haben schon Konsequenzen gezogen, einiges zurückgegeben, andere haben sich der Verantwortung durch Suizid entzogen, wahrscheinlich nicht einmal die schlechtesten. Es muss bessere Wege geben!
Warum sich überhaupt weiter über Spekulanten an der Spitze der Großbanken ärgern, überall gibt es genug kleine Banken und vielleicht werden die Herren an der Spitze der Großbanken auch wieder einsichtiger und demütiger, wenn ihre Banken wieder kleiner werden, billiger sind sie ja schon in beeindruckendem Ausmaß geworden. Dezentralisierung ist ein anderer Geheimtipp zur Sanierung unserer (Um-)Welt.
            Statt weiter zu projizieren, könnten wir lieber auf die Banker und Banditen in der eigenen Seele schauen und sie zu Einsicht und Umkehr bewegen. Immer häufiger taucht das Wort „Katastrophe“ auf, dessen Wurzel im Griechischen liegt und dort auch noch Umkehr und Wendepunkt heißt. Genau das bräuchten wir: grundlegende und nachhaltige Umkehr. Träumen wir einen Moment und bedenken: wenn einer träumt, bleibt es ein Traum, träumten ihn aber viele, beginnt eine neue Wirklichkeit mit neuem Feld.
Macht Obama wirklich ernst und saniert die US-Misere auf grünem Wege und mit grünem Daumen, wird eine neue Wirtschaft entstehen. Sie wird wieder auf Geld basieren, aber es könnte eine andere Bedeutung bekommen und wieder mit Qualität und Inhalt verbunden sein, sodass es nicht mehr egal ist, wie und womit es verdient wird.

            Würde Energiesparen zum mitreißenden Volkssport, wäre viel mehr möglich als uns Ökonomen vorrechnen. Wo ein neues Feld entsteht, kann eine positive Lawine in Gang kommen und wer, wenn nicht die Obama-nia könnte sie jetzt lostreten – und nicht nur in den USA. Die Welt hat bei deren Wahl zu Recht mitgefiebert, sie könnte jetzt auch vom Ergebnis mit profitieren.

            Die Kombination aus Energiesparen und ihrer alternativen Gewinnung könnte enorme Durchschlagskraft entwickeln, vorausgesetzt jeder Einzelne würde mitmachen. Wir könnten uns infizieren lassen und Ideen beitragen, die bei uns selbst beginnen, aber rasch um sich greifen. Wo Menschen in großer Zahl wieder die eigenen Füße und das Fahrrad entdeckten, könnte der Energiespareffekt ein vor allem symbolischer sein, die sich daraus entwickelnde Gesundheits-Welle aber könnte viele andere Probleme von Grund auf lösen. Menschen, die sich viel und sinnvoll bewegen, werden auch aufhören, jenen Schrott zu essen, den ihnen die Industrie als Convenience-Food vorsetzt. Sie werden weniger Medizin brauchen und – auf Grund besserer Hirndurchblutung – vielleicht erkennen, dass die Schulmedizin in dieser Form nicht nur von den Kosten unhaltbar geworden ist.

            In der Sendung Frontal 21 des ZDF konnten wir erfahren, was die Pharmaindustrie so mit uns treibt. Warum lassen wir uns dieses Spiel gefallen und spielen es noch mit, wenn wir erstens wissen, dass es mehr schadet als nützt, und zweitens, dass es von Grund auf unehrlich und unethisch über Bestechung und Nötigung betrieben wird? Warum kehren wir nicht zurück zum Einfachen, Günstigen, zur Natur und lassen es uns mit ihr besser gehen?
Industrie ist nicht an sich böse oder schlecht, sondern produziert, was nachgefragt wird. Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie würden rasch anfangen, anders zu arbeiten und anderes zu produzieren, wenn wir es verlangten. Erdölkonzerne wie BP und Shell sind schon längst Großhersteller von Photovoltaikanlagen. Es geht also – wir können es!

            Wenn wir, statt auf Banker und Banditen zu projizieren - nicht jeder Banker ist natürlich ein Bandit, auch wenn es mehr waren als wir dachten – anschauen, wo wir uns selbst wie Banditen gegenüber der eigenen Seele, unserem Körper, Geist und der Erde verhalten, haben wir selbst sofort Sanierungsbedarf. Auch wir könnten in dieser Umbruchszeit - wie es einige Banker vormachen - die Kurve kriegen und neu anfangen, ja sogar durchstarten.
Der einfachste Weg aus persönlichen Krisen ist – nach meiner Erfahrung - Fasten. Damit könnten tatsächlich Millionen den Einstieg in den Umstieg schaffen und einen persönlichen und gesellschaftlichen Umschwung bewirken. Auf den Spuren von Hildegard von Bingen ließen sich so fast nebenbei ganze Krankheitsbilder ausrotten. Sie ging zu Recht davon aus, dass Fasten von den ihr damals bekannten 35 Lastern 29 heilen kann. Ja, das kann es! Das durfte ich schon 30 Jahre lang erleben.

            Fasten allein wird das Übergewicht nicht beheben, aber leichter machen und in Verbindung mit einer sparsamen einfachen und gesünderen Ernährung eine wesentliche Weiche im Leben umstellen. Rheuma und Gicht, Hochdruck und Arthrosen und viele chronische Herdgeschehen könnten wir gleich verabschieden. Und würde es statt zur Nulldiät zu bewusstem Fasten reichen, wäre im geistig-seelischen Bereich Ungeheures zu bewegen.

            Wer aber seinen Körper besser versorgt und bewegt, wird auch Lust auf bessere Seelen-Nahrung entwickeln und Entspannung und vielleicht sogar Meditation in sein Leben integrieren. Obama hat das Rauchen aufgegeben, weil seine Frau ihm klar machte, dass er rauchend nicht Präsident werden könne. Er hält sich daran und fit und schwitzt dafür. Viele hätten ebenfalls Partner oder Freunde, die ihnen helfen könnten, auf den gesunden Weg zu sich selbst zurück zu finden. Wir könnten sie fragen und bitten – um ihren Rat und ihre Begleitung.

            Fasten wäre ideal als Einstieg in den Umstieg und für die Umstellung zu nutzen wie auch als Gelegenheit zu einem umfassenden Großputz. Danach werden wir weniger Nahrung brauchen – wahrscheinlich auch weniger Geld, das wir in unsere Seele oder unseren Geist investieren könnten, statt in neue Fonds, die dann doch wieder auf alten Wegen versanden.

            Zum Großputz gehört vor allem, vor der eigenen Tür zu kehren, also das eigene Körperhaus zu sanieren, dann aber auch das Wohnhaus der Familie, das – wie das Körperhaus - nach zeitgemäßem ökologischem Standard mehr leisten und weniger kosten könnte. Wer im eigenen Haus aufräumt, wird nach dem Fasten natürliche Lust spüren, diese Tendenz auf andere Bereiche vom Keller bis zum Speicher übergreifen zu lassen. Der eigene Garten ist ein Aspekt des Seelengartens und nur die Vorstufe zu den Gärten und Parks der Stadt, von wo das Engagement auf Naturschutz und entsprechende Urlaubsplanung übergreifen könnte.

            Und natürlich können wir bestimmen, wo wir hinfahren und damit auch etwas ausrichten, denn in dem Maße wie vor der eigenen Hütte Ordnung einkehrt, könnte uns die Welt anfangen zu interessieren und zu faszinieren. So war es gemeint als ich kürzlich Schreckensbilder vom Walschlachten auf den Färoerinseln weiter mailte. Solange dort und in Grönland, wie aber auch in Japan noch Delphine auf diese unmenschlich rohe Weise zu Tode gequält werden, können (mit-)fühlende Seelen keine Ruhe finden und geben. Und wir könnten hier tatsächlich sehr einfach etwas bewegen, indem wir konsequent und ohne Ausnahme Delphinarien meiden und als das darstellen, was sie sind: spielerisch getarnte KZs für jene schöneren Delphinexemplare, die von japanischen Fischern statt geschlachtet gefangen und in diese Folterparks verhökert werden.

            Aber wir könnten auch bei jeder Landung auf den Färoern, was bei Nordlandkreuzfahrten regelmäßig geschieht, einerseits kompromisslos nachfragen und andererseits rein gar nichts kaufen. Die Botschaft, kein einziger Euro für Delphinschlächter, ihre Angehörigen und Bekannten, löst – wie ich schon erlebt habe – erhebliche Betroffenheit aus. Selbst die rohesten Färoer müssen dann versuchen, ihre Inseln von der verdienten Anklagebank zu bekommen.

            Natürlich können wir auch wieder die Augen zu und gar nichts machen und Massenmails und Schneeballsysteme als untauglich für politische Aktivität brandmarken. Dann arbeiten wir allerdings – mit welchen Rationalisierungen auch immer - den Walschlächtern zu und jenen Kräften, die alles lassen wollen, wie es ist, weil sie noch immer davon profitieren.

            Obama hat seinen Wahlkampf gegen die Arrivierten der eigenen Partei und des Landes wesentlich über die Grasroot-Bewegung gewonnen, die er über das Internet aufbaute und die ihn schließlich bis ins Weiße Haus trug. Auch von daher wäre er ein Hoffnungsträger für das neue Feld. Immerhin haben nach seinem Muster auch die Isländer sich bereits eine neue Regierung besorgt, durch übers Internet organisierte Massenproteste. Nun steht eine 6-fache Großmutter, 66 Jahre jung und bekennend lesbisch, an der Spitze und das ist zumindest neu. Möglicherweise setzt sie andere Prioritäten als die immer gleichen Machtpolitiker der Vergangenheit.

            Von dieser Insel könnten wir viel lernen. Dort fand man einen beeindruckenden Kompromiss zwischen der alten (germanischen) und der neuen (christlichen) Religion, der bis heute nachwirkt, führte das Frauenwahlrecht zuerst ein und brauchte und hatte niemals Militär, dafür aber die höchste Internetvernetzung. Ich habe noch bei jedem Besuch dort viel und Unerwartetes gelernt. Wahrscheinlich könnten wir jetzt dort wieder lernen, wie man scheinbar Unvereinbares zur Symbiose bringt und mit neuester Technik so alten Dingen wie der Demokratie auf die Sprünge hilft.

            Vielleicht sollten wir also wenigstens unterscheiden lernen, ob Kettenbriefe, Geschäften und Geldgier oder der Information und dem Leben von Delphinen und Menschen dienen. Das Internet könnte gut eine moderne Form der Mobilisierung und eine Art neuer Demokratie von unten werden, weil es eben gerade so rasch eine Massenbasis ermöglicht, weil es billig ist und demokratisch in dem Sinn, dass es – jedenfalls in unserem Teil der Welt - niemanden ausschließt, es sei denn er hält sich selbst und aktiv heraus.

            Und natürlich gibt es noch Schlimmeres als die Metzeleien an Delphinen und Walen, aber Proteste gegen die Politik Israels und nicht zu vergessen der Hamas haben nicht mal von Seiten der UNO Wirkung.

            Und irgendwo müssen wir anfangen. Die Welt und wir selbst brauchen einen Großputz. Und vielleicht sollten wir jetzt da ansetzen, wo es Aussicht auf Erfolg hat, und das ist vor allem und am sichersten bei uns selbst im eigenen Haus und vor dessen Tür und draußen über das Internet – von beidem kann uns nur eigene Faul- und Trägheit abhalten.
Praktisch niemand ist gehindert, erstmal seinen Geist fastend so weit zu klären, dass er die eigenen Tricks und Argumente, die ihn im ewig gleichen Fahrwasser halten, durchschaut. Natürlich ist es möglich, dass die Obama-nia ein hysterisches Strohfeuer ist und er sich von der Macht einwickeln lässt und wir nach dem Fasten wieder im alten Fahrwasser versinken, aber es gibt auch die andere Möglichkeit. Sie verdient eine Chance! Wir verdienen eine! Und ja, wir können sie uns selbst verdienen! Zu solchem persönlichen und kollektiven Erwachen auf einer spirituellen Ebene und gern darüber hinaus beizutragen, ist das Anliegen meiner Arbeit und wo es klappt, die schönste Belohnung und ich danke Ihnen für Ihr Mitmachen, wo Sie mitmachen und diesen Geist verbreiten.

            Mein aktuellster Beitrag sind die drei neuen Meditations-CDs zu den Themen Das Gesetz der Polarität, Das Gesetz der Anziehung und Das Bewusstseinsfeld.
Sicher ist jetzt auch die Zeit für einen noch viel größeren Teil der Bevölkerung die Gesetze des Schicksals zu lernen, um es wirklich als geschicktes Heil zu erkennen. In diesem Sinn hatte ich mich die Wintermonate zurückgezogen, um an diesem Projekt zu arbeiten. Die CDs sind das erste schon erschienene Ergebnis, das entsprechende Buch wird im Herbst folgen.

Aus: DAHLKE-INFO No. 01/2009